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Mit Fehlersiegeln Schülerinnen und Schülern effizient Rückmeldung geben


Ich selbst hab es bereits als Schülerin gehasst: einen vollgeschriebenen Rand - alles rot! Zum Glück überwog damals die positive Kritik - Vorzüge meiner Arbeit, die mir meine Lehrer wohl unbedingt mitteilen wollten. 

Wenn ich mir heutzutage einige Arbeiten, die ich an meine Schülerinnen und Schüler zurückgebe, ansehe, ist das nicht immer so. Manche Schüler werden wohl regelrecht von der roten Farbe erschlagen, die ihnen mitteilen möchte, was (mal wieder) nicht so gut geklappt hat. Das muss ganz schön deprimierend sein! 

Blicken wir auf die andere Seite: Nicht selten habe ich das Gefühl, das selbst der 6 cm-Rand, den ich von meinen Schülern bei Klassenarbeiten, Klausuren und anderen komplexen Leistungen fordere, nicht genügt, um all meine Tipps an den Mann, die Frau oder das Kind zu bringen. 

Fehlersiegel sind, wie ich finde, eine phantastische Möglichkeit effizient alle wichtigen Mängel sichtbar zu machen; positives Feedback wird ausgeschrieben und fällt somit motivierender Weise noch mehr ins Auge.

Hört gerne in die aktuelle Podcastepisode rein, um zu erfahren, wie ich die Fehlersiegel den Korrekturprozess erleichtern können und zu einer festen Feedbackkultur in JEDEM Fach werden können.

*Hiermit weise ich aus wettbewerbsrechtlichen Gründen darauf hin, dass die auf dieser Seite enthaltenden Produktempfehlung auf meinen persönlichen Erfahrungen und meiner subjektiven Sichtweise gründen. So gibt es mit Sicherheit vergleichbare Produkte und andere Anbieter. 

#nachgefragt: Was hältst du von Fehlersiegeln? Nutzt du sie bereits?

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Kommentare: 1
  • #1

    Franko (Dienstag, 14 Mai 2019 15:13)

    "Fehlersiegel sind, wie ich finde, eine phantastische Möglichkeit effizient alle wichtigen Mängel sichtbar zu machen; positives Feedback wird ausgeschrieben und fällt somit motivierender Weise noch mehr ins Auge. "

    Zu mir in die Lerntherapie kommen vor allem Kinder und Jugendliche, die aufgrund ihrer unverschuldeten Lernschwierigkeiten Tests und Klassenarbeiten mitbringen, die mehr Rot als Blau enthalten. Für die Schülerin oder den Schüler ist das vor allem eins: extrem demotivierend. Einige entwickeln psychosomatische oder psychische Störungen.

    Aus diesem Grund würde ich mir mehr Lehrer wünschen, die weniger Fehler markieren. In der ILT markieren wir zum Beispiel nur die Wörter / Lösungen / Rechenschritte, die das Kind richtig gemacht haben. Diese markieren wir fett mit einem Textmarker. Darunter schreiben wir wieviel das Kind schon richtig gemacht hat und erklären behutsam und wertschätzend, wo noch Entwicklungspotenzial notwendig ist und mit welchen (Lern-)strategien das erreicht werden kann. Das motiviert die Schüler*innen, weil sie Fehler nicht mehr als unumstößliches Urteil empfinden, dem sie hilflos ausgeliefert sind (nach der Klassenarbeit lässt sich ja meist eh nichts mehr an der Note für dieses Lerngebiet ändern und es geht einfach mit dem nächsten Stoff weiter), sondern Fehler sind ein Entwicklungspotenzial, welches das Kind mit den vermittelten Strategien und Kompetenzen noch ausschöpfen wird.

    Also liebe Lehrer - spart am Rot, zeigt dem Kind, was es schon kann und wo es mit welchen Strategien noch hinkommen kann. Die "Fehlersiegel" sind ein guter Schritt dahin - vielleicht könnte man sie besser als "Entwicklungspotenzial-Siegel" bezeichnen ;-)

    LG
    Franko