Modul 2: Wie Du papierlos Unterricht planst und weiterentwickelst


Der Lehrer, der mit nicht viel mehr als einem Tablet den Klassenraum betritt -  Zukunftsmusik?

 

Nein, dank der Entwicklung der Technik in den letzten Jahren ist diese Vorstellung bereits Alltag in einigen, wenn auch wenigen Schulen. Tendenz steigend, denn immer mehr Lehrer interessieren sich für das papierlose Planen von Unterricht, auch wenn sie sich noch nicht vorstellen können, sich in ihrem Unterricht ganz und gar auf ein Tablet zu verlassen. Ich selbst stehe seit zwei Schuljahren mit Tablet vor meinen Klassen. Doch auch zuvor hatte ich bereits papierlos geplant und die Unterrichtsverläufe ausgedruckt. Irgendwann erschien mir das Papierverschwendung zu sein, denn eine doppelte Ablage (digital auf dem PC und physisch in einem Hefter) kam mir sinnlos vor. Einmal Ausgedrucktes konnte nur schwer bearbeitet werden und schnell fand ich heraus, dass ich das Abheften nur noch als lästig, zeitintensiv und nicht funktional empfand - sah ich doch sowieso nie wieder rein.

 

Stattdessen entdeckte ich die vielen Vorteile, die das Unterrichten mit Tablet mit sich brachte. So suchte ich in den umliegenden Räumen nicht mehr verzweifelt einen CD-Player in der 5-Minuten Pause, um ein Lied abspielen zu können, nur um dann festzustellen, dass ich die CD zu Hause liegen gelassen habe oder sie inzwischen einen Kratzer hat. Lehrbücher konnte ich zu Hause lassen, denn die meisten waren inzwischen per App oder Programm des Verlages digital verfügbar - Lehrerband inklusive. Ich entdeckte, dass Notizbuchprogramme mir helfen, meine vielfältigen Unterrichtsmaterialien zu bündeln, sodass Arbeitsblatt, Lösung, Unterrichtsverlaufsplan und Lied zur Stunde an einem Ort zu finden waren.

 

Du möchtest dich auch verabschieden von kleinen gelben Zetteln, die auf irgendwelchen Buchseiten kleben und mit denen du weder den tollen Unterrichtsverlauf im letzten Schuljahr, noch - wegen der unleserlichen Schrift - die damals gestellte Aufgabenstellung rekonstruieren kannst?

Du möchtest auch papierlos Unterricht planen und weiterentwickeln und bist nun neugierig?

Dann hör dir für mehr Informationen meine unten verlinkte Podcastfolge an und lade dir kostenlos das pdf-Dokument herunter, was dir durch Screenshots alles Wichtige noch einmal visualisiert.

 

 

#nachgefragt:

Welche Erfahrungen hast du mit diesem Thema? Teile sie doch gerne in der Kommentarspalte.


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Zweites Modul: Wie du Unterricht papierlos planst und weiterentwickelst
Hier hast du alles Wichtige zu diesem Thema auf einem Blick! Hol dir Inspiration und setz um, was für dich passt.
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Kommentare: 4
  • #1

    Julia (Sonntag, 14 Mai 2017 21:35)

    Hallo Jenny, du hast sowohl Evernote als auch Onenote als digitale Notizbücher vorgeschlagen. Mit welchem Programm arbeitest du? Da die Programme so unterschiedlich zu sein scheinen, kann ich ad hoc kein Urteil darüber fällen, welches Programm ich wählen soll. Kannst du Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Programmstruktur benennen? Danke Julia

  • #2

    Jenny (Sonntag, 14 Mai 2017 22:32)

    Hallo Julia,
    vielen Dank für deine Frage. Ich habe mit beiden Programmen Erfahrungen sammeln dürfen, bin aber schließlich bei Evernote gelandet. Für iOS - ich benutze einen Mac - ist OneNote, was die Darstellung der Seiten angeht, nicht ganz so komfortabel, denn Unterseiten lassen sich nicht einklappen. Hat man dann seine gesamten Unterrichtsreihen einer Klasse in einem Notizbuch, also stellen die Unterseiten die einzelnen Stunden dar und die "normalen Seiten" die Unterrichtsreihe (so wie es auch in meinem Handout abgebildet ist), hat man das Problem, dass, wenn man am Ende eines Schuljahres angekommen ist, man ziemlich weit nach unten scrollen muss und die Stunde suchen muss, da sich, wie schon beschrieben, die vergangenen Stunden nicht einklappen lassen. Das hatte mich ziemlich gestört. Man kann dieses Problem natürlich umgehen, indem man eine Ebene höher geht und für jede Klasse ein Notizbuch nutzen (die Reiter stellen dann die Unterrichtsreihen dar, einzelne Stunden sind dann die "normalen Notizbuchseiten"). Aber das hat den Nachteil, dass man sehr viele Notizbücher hat.
    Ein weiteres Argument für den Umstieg war die Implementierung von Evernote in anderen Bereichen - hier gibt es zum Beispiel den Webclipper, der die Recherche vereinfacht und viele weitere Tools. Auch die App fürs Handy finde ich auf dem iPhone um Einiges besser.
    Wenn du allerdings mit Windows arbeitest, dann kannst du getrost auch auf OneNote zurückgreifen - vor allem dann, wenn du es eh schon in deinem OfficePaket dabei hast - dann entstehen dir nämlich keine zusätzlichen Kosten. Schön bei Windows-OneNote-Version fand ich auch, dass man sich - egal welches Dateiformat (also nicht nur pdf wie bei Evernote) auf der Notizbuchseite - schon geöffnet - anzeigen lassen konnte. So konnte ich damals an meinem Surface mit dem Pen zum Beispiel abhaken, wenn bei der Sicherung schon Antworten der Schüler gekommen sind. Bei Evernote und bei OneNote für Mac muss der Anhang gesondert geöffnet werden.

    Ich hoffe, ich konnte dir helfen, ansonsten lass es mich wissen. Ich berate dich gerne weiter. Einen schönen Abend noch und einen guten Start in die neue Woche

  • #3

    Melly (Montag, 19 Juni 2017 10:31)

    Hallo Jenny, arbeitest du also nur noch mit dem digitalen Notizbuch (Evernote)? Und ordnest du dieses dann auch nach "deinem" Ordnungssystem? (also Dateityp usw.) Oder arbeitest du parallel - also mit Evernote und noch deinem zusätzlichen Explorer? Ich bin gerade etwas irritiert ob ich also einen Desktop-Ordner anlegen soll und zusätzlich auch alles in ein digitales Notizbuch ablegen soll....

    Liebe Grüße!

  • #4

    Jenny@unterrichtsfreie Zeit (Montag, 19 Juni 2017 13:13)

    Hallo Melly, vielen Dank für deine Frage. Ich nutze beide Systeme tatsächlich parallel, denn in dem Ordnersystem auf dem PC organisiere ich nur meine Arbeitsblätter, Materialien usw. In Evernote wird der Stundenverlauf und die zu erwarteten Schülerantworten gespeichert. Zusätzlich lade ich dort die Materialien der Stunde (Arbeitsblätter, Lied etc.) hoch, damit nicht nur besonders schnell, sondern auch von überall (z.B. auf dem Tablet oder auch jedem anderen Computer auf der Welt) Zugriff darauf habe.
    Ich hoffe, ich konnte alles verständlich erklären. Melde dich gerne, falls noch Fragen offen sind.

    Viele Grüße
    Jenny