Modul 4: Wie Routinen Deinen Lehreralltag optimieren

.... ODER was Du von Till Eulenspiegel lernen kannst


TILL EULENSPIEGEL UND DER KUTSCHER

 

Till Eulenspiegel ging eines schönen Tages mit seinem Bündel an Habseligkeiten zu Fuß zur nächsten Stadt. Auf einmal hörte er, wie sich schnell Hufgeräusche näherten und eine Kutsche hielt neben ihm.

Der Kutscher hatte es sehr eilig und rief: „Sag schnell – wie weit ist es bis zur nächsten Stadt?“

Till Eulenspiegel antwortete: „Wenn Ihr langsam fahrt, dauert es wohl eine halbe Stunde. Fahrt Ihr schnell, so dauert es zwei Stunden, mein Herr.“

„Du Narr“ schimpfte der Kutscher und trieb die Pferde zu einem schnellen Galopp an und die Kutsche entschwand Till Eulenspiegels Blick.

Till Eulenspiegel ging gemächlich seines Weges auf der Straße, die viele Schlaglöcher hatte. Nach etwa einer Stunde sah er nach einer Kurve eine Kutsche im Graben liegen. Die Vorderachse war gebrochen und es war just der Kutscher von vorhin, der sich nun fluchend daran machte, die Kutsche wieder zu reparieren.

Der Kutscher bedachte Till Eulenspiegel mit einem bösen und vorwurfsvollen Blick, worauf dieser nur sagte: „Ich sagte es doch: Wenn Ihr langsam fahrt, eine halbe Stunde…“

Quelle: Lothar J. Seiwert: „Wenn Du es eilig hast, gehe langsam„, S. 21

 

 

Was können wir aus der Geschichte lernen?

Um Dinge rasch erledigen zu können,

müssen wir zunächst gründlich und langsam nachdenken.

ODER, wie ich sagen würde: Wir sollten sie gründlich planen.

 

Aber irgendwie hat der Tag doch nie genug Stunden, oder?

Lucius Seneca würde antworten: „Es ist nicht zu wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist zu viel Zeit, die wir nicht nutzen.“

 

Doch wie „nutzen“?  - Und das vor allem noch organisiert und ressourcenorientiert? In der aktuellen Podcastfolge erfährst du, welche Planungsprozesse ich in den letzten Jahren genutzt habe, wie ich vom „laissez-faire-Chiller“ zur „ToDo-Listen-Queen“ mit nicht selten 65 offenen Aufgaben am Tag wurde - und, du erfährst, wie ich heute plane und somit glaube, (zumindest vorerst) das ideale System für mich gefunden zu haben.

 

Vielleicht dient dir mein System als Inspiration… und wenn nicht, lass uns gemeinsam in den Austausch gehen! 


#nachgefragt:

Wie schaffst du deinen (Lehrer-)alltag so zu gestalten, dass du am Ende des Tages Familie, Partnerschaft, Freunde, Hobby, Muße und Beruf unter einen Hut bekommen hast, ohne völlig ausgelaugt auf der Couch einzuschlafen? Ich bin gespannt auf deine Tipps und Tricks!


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Kommentare: 10
  • #1

    Melly (Samstag, 24 Juni 2017 11:38)

    Hallo Jenny, du bist eine wahnsinnig inspirierende Person! Muss mal gesagt werden. Weiter so! ;-)

    LG

  • #2

    Jenny@unterrichtsfreieZeit (Samstag, 24 Juni 2017 19:38)

    Vielen Dank, Melly! :-)

  • #3

    Melly (Dienstag, 25 Juli 2017 09:15)

    Hey Jenny, wann kommt denn endlich eine neue Folge? Warte schon gespannt darauf!

  • #4

    Jenny@unterrichtfreieZeit (Sonntag, 06 August 2017 14:19)

    Hallo Melly, ich hoffe, du hast inzwischen die neuen Blog-Artikel entdeckt :-)
    Bald gibt´s auch wieder etwas Umsetzbares für den eigenen Schulalltag. Viele Grüße, Jenny

  • #5

    Sabrina (Mittwoch, 04 Juli 2018 16:17)

    Hallo Jenny,
    ich bin mir nicht sicher, ob du in Modul 4 von deiner Arbeit mit "To do ist" gesprochen hast. Ich würde mich jedenfalls sehr freuen, wenn du ein Videotutorial dazu drehen könntest, wie genau du damit planst.
    Meine neue Abendroutine ist übrigens, mir eine Podcast-Folge von dir anzuhören. Du hast mich dadurch richtig motiviert, im nächsten Schuljahr organisierter und planvoller zu arbeiten. Danke dafür :-)

  • #6

    Jenny@unterrichtsfreieZeit (Samstag, 07 Juli 2018 21:58)

    Hallo Sabrina, schön, dass dich mein Podcast inspiriert :-)
    Ein Videotutorial zu dem Thema "Routinen" ist in den Sommerferien geplant :-)

    Viele Grüße
    Jenny

  • #7

    Michael (Sonntag, 23 September 2018 17:37)

    Hallo zusammen,

    deine Ausführungen lesen sich alle ja echt sinnvoll und schlüssig, aber bei dem aufgeführten Wochenplan bist du ja doch an 7 Tagen beschäftigt. Natürlich lässt ein Samstag, an dem du nur 2-3h max. für die Schule was machst, genug Freizeit. Aber dennoch kommt man so mit dem Kopf keinen Tag ganz aus der Schule heraus. Natürlich bereitet der Beruf (hoffentlich) uns allen Freude. Aber jeden Tag an die Arbeit denken zu müssen, ist für dennoch Stress (und entgegen mancher Annahmen unterscheidet Herz-Kreislauf nicht zwischen „positivem“ und „negativem“ Stress. Stress ist Stress. Befürchtest du auf lange Sicht bei einer 7-Tage-Woche nicht gesundheitliche Konsequenzen? Die Burnout-Rate im Beruf ist hoch, auch unter denen, die den Job lieben.

  • #8

    Jenny@unterrichtsfreieZeit (Samstag, 29 September 2018 22:33)

    Hallo Michael,
    vielen Dank für deinen Kommentar. Deine Bedenken sind durchaus berechtigt. Am Ende muss das jeder für dich entscheiden. Mir gehts mit der gleichmäßigen Verteilung gut. Es kann aber durchaus sinnvoll sein, einen oder zwei Tage "frei" zu machen. Für mich passt das (im Moment) nicht - meinen Prozess habe ich ja so ein bisschen im Podcast beschrieben. Ich hatte, wenn ich einen Tag ausgesetzt habe, immer Probleme wieder "reinzukommen". Natürlich kann es auch mal vorkommen, dass bei vielen dienstlichen u.o. privaten Terminen ich einen Tag meine Routine aussetzen muss. Wenn ich z.B. nach acht Stunden Unterricht und einer Konferenz z. B. erst 18 Uhr nach Hause komme, dann lass ich die "Arbeit für die Schule" auch schon einmal ausfallen oder verkürze sie stark.
    Ich glaube - und auch Experten sagen das -, dass Krankheiten wie Burnout komplexere Ursachen haben als "einfach nur" viel Arbeiten haben. Mangelnde Anerkennung für die Arbeit werden als eine weitere mögliche Ursache genannt. - Doch ich bin kein Experte in dieser Thematik!
    Jeder muss - egal wie viel er arbeitet - lernen, auf seinem Körper zu hören. Stress wird durchaus unterschiedlich empfunden! Wichtig ist, dass man eine oder besser mehrere Ausgleichsaktivitäten in seiner Freizeit hat. Ich liebe die Arbeit für diesen Blog und ich entwickle gern neue Fortbildungen. Ich "buddel" aber auch gern mal im Garten oder handwerkle oder renoviere meine Wohnung, mache Yoga und meditiere. Das letze, was ich möchte, ist, dass Referendare oder Lehrerinnen und Lehrer diesen Blog lesen und sich mit Arbeit "überhäufen"! Hört auf euch und euren Körper! Pausen sind superwichtig!

    Viele Grüße
    Jenny von unterrichtsfreieZeit

  • #9

    Alisa (Dienstag, 30 Oktober 2018 15:01)

    Ach Jenny, wie froh bin ich über deinen Blog! Genau diese Themen interessieren mich schon lange und ich habe niemanden im Freundes oder Bekanntenkreis, der mir weiterhelfen kann. Ich möchte auch auf die komplette Digitalisierung umsteigen, ich habe mein Ordnerchaos soooo satt! Wie gerne würde ich mal eine Fortbildung bei dir machen, bin allerdings aus Süddeutschland. Mach weiter so und DANKE für deine Inspiration und für's Zeit nehmen! Du bist toll!!!

  • #10

    Jenny@unterrichtfreieZeit (Sonntag, 04 November 2018 11:36)

    Liebe Alisa,
    wirklich schön, dass dir meine Inhalte gefallen und du Inspiration findest :-)
    Bezüglich der Fortbildung: Wenn es zeitlich passt, käme ich auch nach Süddeutschland :-) Wenn du magst, kannst du das ja in deiner Schule bei Gelegenheit mal anmerken - vielleicht gibt es ja bei euch im Kollegium noch mehr Interessenten :-)

    Viele Grüße aus Norddeutschland,
    Jenny von unterrichtsfreieZeit